Wurzeln und Rinden

Jetzt wird es würzig!

Zimt, Süßholz, Ingwer und Angelikawurzeln versprechen alle für sich ein großes Aromenspektakel und finden sich in großer Vielzahl in Gins wieder.

In der Tat sind Wurzeln und Rinden unumgänglich für die Aromatisierung von Gins. Davon können Lakritz, Orris und Co. ein Lied singen. Werfen Sie einen Blick auf unsere unten aufgereihten Botanicals, die sich in den diversten Gins wiederfinden und diesen Würze und Komplexität im Geschmack verleihen.

 

Angelikawurzel

Die Angelikawurzel ist auch unter dem Namen Engelwurz bekannt und besitzt einen unvergleichlichen, bitteren Geschmack. Die Angelikawurzel ist in Europa, Nordamerika und im Himalaya verbreitet und findet auch in der Heilmedizin Verwendung. Die Angelikawurzel gehört neben Koriander und Wacholder zu den meistverwendeten Botanicals eines Gins und findet sich in Klassikern wie Bombay Sapphire und auch großen New Western Gins wie Hendrick’s. Ein echtes Allroundtalent, das man nicht missen möchte.

 

 

 

 

 

 

 

Blutwurz

Die Blutwurz stammt ursprünglich aus Europa, angebaut wird sie jedoch auf der ganzen Welt. Sie kann bis zu 30 Zentimeter lang werden und verdankt ihren Namen dem blutroten Saft, der beim Anschneiden der Wurzel ausströmt. Die Blutwurzel wirkt entzündungshemmend und wird neben Gin auch im berühmten Blutwurz Brand genossen.

 

 

Cassia-Rinde/ Zimtkassie

Die Zimtkassie findet ihren Ursprung in Südchina, wo sie bis heute auch angebaut wird. Die Zimtkassie ist deshalb auch als Chinesischer Zimtbaum bekannt. Die Gewürzrinde der Zimtkassie wird zwar als eine bestimmte Zimtsorte bezeichnet, ist jedoch in Wirklichkeit ein eigenes Gewürz und kein echter Zimt. Die Cassia Rinde wird in einer Vielzahl an Gin aufgrund ihres süß warmen, stark aromatischen Geschmacks geschätzt, der einen Hauch Bitteraroma mitbringt. Die Zimtkassie findet sich im Mombasa Club London Dry Gin, im The London Gin und im Broker’s, um nur einige wenige zu nennen.

 

Ceylon Zimt

Ceylon Zimt gehört der Familie der Lorbeergewächse an und findet ihre Ursprünge in Sri Lanka, dem ehemaligen Ceylon. Überdies wird der Ceylon Zimt auch im tropischen Asien und in der Karibik angebaut. Der Ceylon Zimtbaum kann bis zu 10 Meter hoch werden. Das entscheidende ist die Rinde des Zimtbaums, da aus ihr das begehrte Gewürz gewonnen wird, das wir auch im Kinross Premium Gin genießen.

 

Chinarinde

Die Chinarinde ist in Zentral- und Südamerika beheimatet und wird – der Name verrät es - aus der Rinde des Chinarindenbaums gewonnen. Sie besitzt aufgrund des enthaltenen Chinins einen einzigartig bitteren Geschmack, den wir auch in Tonic Water und Bitter Lemon zu schätzen wissen. Und natürlich im Six Ravens Gin.

 

 

 

 

 

 

Douglasie

Die Douglasie ist in Nordamerika und Südostasien beheimatet und verleiht Gins wie St.George Terroir einen typisch heimatlichen Geschmack nach den kalifornischen Küsten und Wäldern. Wie alle Nadelbäume besitzt auch die Douglasie Nadeln und Zapfen und kann eine Länge von bis zu 60 Metern ausbilden. Die Douglasie ist immergrün und vereint diverse Unterarten unter sich.

 

 

 

 

 

 

 

Eibischwurzel

Die Eibischwurzel gehört zu den Malvengewächsen und war früher vor allem als diejenige Substanz bekannt, die für die Herstellung von Marshmallows gebraucht wurde. Heute veredelt die Eibischwurzel auch Gins, so beispielsweise 7 Dials London Dry Gin.

 

 

 

 

Enzianwurzel

Die Enzianwurzel gehört zur Familie der Enziangewächse und wird unter anderem dank ihrer heilenden Wirkung geschätzt. Doch nicht nur das: Die Enzianwurzel ist auch gern gesehen in Gins wie zu plun Dol Dolomites Gin, in der sie ein Stück Heimatgefühl verbreitet. Denn immerhin ist der Enzian eine typische Pflanze, die in den gebirgigen Gebieten der Nordhalbkugel gedeiht (und auch im berühmten Enzianschnaps Verwendung findet). Neben der Enzianwurzel findet auch die Blüte in Gins wie Club Charles Einzug.

 

 

Harz

Das Baumharz ist eine zähflüssige Substanz, die Bäume ausscheiden, um entstandene Verletzungen zu verschließen. Harz ist in Alkohol gut löslich und verbreitet ein stark duftendes Aroma, das wir zwar nicht unbedingt in einem Gin erwarten, dafür jedoch umso mehr zu schätzen wissen. Beispielsweise im Clouds Gin, der dadurch eine besondere Würze und Komplexität erhält.

 

 

Ingwer

Ingwer gehört zu den absolute Trendgeschmäckern unserer Zeit. Kein Wunder, verbindet es doch elegante Schärfe und Würze zu einem einzigartig erfrischenden Geschmack, der gut mit den diversesten anderen Botanicals harmoniert. Ingwer ist deshalb eine gern gesehen Zutat in einer Vielzahl an Gins, so beispielsweise im Forest Dry Gin Summer, im The Duke Gin, 5 Continents und Adler Berlin Dry Gin.

 

 

Iriswurzel

Die Iris ist in Deutschland auch unter dem Namen Schwertlilie bekannt. Unter ihr vereinen sich circa 280 unterschiedliche Arten, die sich allesamt auf der Nordhalbkugel tummeln. Die Iriswurzel ist eine gern gesehene Zutat in Gins, so beispielsweise im Weisswange Premium Gin, Diplome Dry Gin und im niederländischen Sloane's Dry Gin.

 

 

Kurkuma

Kurkuma ist eine Pflanzenart innerhalb der Ingwergewächse, deren Hauptanbaugebiet in Indien zu finden ist. Außerdem ist die Kurkuma auch als gelber Ingwer bekannt, da sie äußerlich auffällig der Ingwerwurzel ähnelt. Das Kurkumapulver besitzt einen hellen Gelbton und wird oftmals auch als Safran-Ersatz verwendet. Kurkuma besitzt einen frischen, leicht scharfen Geschmack, getrocknet schmeckt er mildwürzig und etwas bitter. Kurkuma findet in Blackwood’s Vintage, im Blue Gin und in den Navy Spirits Marlin und Orca Verwendung.

Lake District Eichenrinde

Der Lake District ist einer der bekanntesten Nationalparks England und die dortige Eichenrinde ein echtes Wahrzeichen, das Sinnbild für die dortige Seen- und Berglandschaft ist. Die Eiche gehört zu den Buchengewächsen und ist seit Jahrhunderten sowohl in der religiösen als auch sonstigen Symbolik ein wichtiger Teil. In unserem Fall stammt die Rinde der Eiche aus ebenjenem nordenglischen Lake District Gebiet und verleiht Langtons No. 1 Gin das gewisse Etwas.

 

 

 

 

 

Lilienwurzel

Die Lilie ist eine ausdauernde Zwiebelpflanze, die wir schon optisch zu schätzen wissen. Die meisten Teile der Lilie sind essbar und werden (so im Fernen Osten) extra für diesen Zweck kultiviert. Obendrein besitzt die Lilienwurzel einen würzigen Geschmack, der in Gins wie The London No.1 geschätzt wird.

 

 

 

 

 

 

Meerrettich

Der Meerrettich gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und seine Wurzel wird auf der ganzen Welt aufgrund seines scharfen Geschmacks geschätzt. Seinen Ursprung hat der Meerrettich in Ost- und Südeuropa und seit neuestem verleiht er auch Gins wie Marton’s das gewisse Etwas.

 

 

Orris Wurzel

Die Orris Wurzel wird auch deutsche Blende genannt. Sie soll heilende Wirkungen besitzen, wird in der Esoterik benutzt und kommt in weiten Teilen der Welt vor, beispielsweise im Mittelmeerraum, in Nordafrika, Indien und in Teilen Südeuropas. Die Orris Wurzel ist eine beliebte Gin Zutat, die wir beispielsweise im Edgerton Pink Gin, im Edinburgh Gin und in vielen weiteren Destillaten genießen.

 

 

 

 

 

 

Pinienzapfen

Die Pinie wächst im gesamten nördlichen Mittelmeerraum, wobei deren Pinienzapfen rötlich-braun schimmern und Gins ein unvergleichliches Aroma verleihen. Die Pinie gehört zur Familie der Kieferngewächse und ist in Gins wie beispielsweise Burleighs London Dry Gin Distiller’s Cut enthalten.

 

 

Sandelholz

Das Sandelholz gehört der gleichnamigen Gattung der Sandelholzgewächse an und wird hauptsächlich als Gewürz und als Duftstoff verwendet. Hauptsächlich wird das Sandelholz in Indien, Westafrika und auf den Philippinen angebaut. Das Sandelholz besitzt ein süß samtiges und doch wunderbar würziges Aroma, das seinen großen Auftritt im Niemand Dry Gin hat.

 

 

Schwertlilienwurzel

Siehe Iriswurzel

 

 

 

 

 

 

Süßholz / Lakritz

Lakritz gehört der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler an, die vor allem in den Mittelmeerregionen und in Westasien zu finden ist. Lakritze hat einen süßlich bitteren, ganz eigenen Geschmack, die uns eine große Vielzahl an Gins (und natürlich auch Tees und die eine oder andere Süßigkeit) veredelt. So beispielsweise Brockman‘s, Sipsmith, Broker’s, Tann‘s und Van Gogh Gin.

 

 

Wald-Engelwurz

Wald-Engelwurz ist auf der ganzen Welt, vor allem jedoch in Europa, der Türkei und auch in sibirischen und kaukasischen Gebieten verbreitet und besitzt einen süßen, aromatischen Geschmack, den wir gerne im Sylvius Gin genießen.

 

 

 

Zimt

Zimt ist eines der ältesten und edelsten Gewürze der Welt und wird dank seines süßen und zugleich würzigen Geschmacks in der Welt der Süßspeisen ebenso geschätzt wie in feinen Spirituosen. Gerade die Gin-Welt entdeckte Zimt für sich und fügte sie beispielsweise Windspiel aus der Vulkaneifel hinzu.

 

 

Zimtrinde

Die Zimtrinde ist die Rinde des Zimtbaums, die sich zusammenrollt, sobald sie vom Holz getrennt wird. Das Aroma der Zimtrinde hängt davon ab, wie dünn die Rinde ist: je dünner die Rinde abgetrennt wird, desto feiner und zarter ist der Geschmack. Sie ist beispielsweise im Luxardo Gin enthalten.

 

 

Zimtstange

Siehe Zimt und Zimtrinde

 

 

 

Zierbenkiefer (Späne)

Der Zirbenkieferbaum wird ca. 25 m hoch und kann bis zu 1000 Jahre alt werden. Er stammt aus der Familie der Kieferngewächse und wächst im Gebiet der Alpen. Die Späne duften sehr aromatisch, aus diesem Grund werden diese oft für die Produktion von Spirituosen benutzt, wie beispielsweise für den Augsburger August Gin.